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Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Dezember 2018

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    ||02|| Christrose - weihnachtliche Symbolpflanze
Christrose - weihnachtliche Symbolpflanze

Christrose - weihnachtliche Symbolpflanze

Christrose - weihnachtliche Symbolpflanze

Christrose - weihnachtliche Symbolpflanze

 

Jetzt zur Weihnachtszeit liegen Christ- oder Lenzrosen wieder voll im Trend. Christrosen sind jedoch nicht nur kurzlebige Deko- und Symbolpflanzen. Facettenreich sorgen sie mit ihren vielen Arten und Sorten auch im Winter für den aufmerksamen Beobachter für etwas Freude im tristen Wintergrau. Richtig verwendet, kann man sogar lange Freude an ihnen haben.

Mehrere Arten strecken die Blütezeit
Schneerosen, Christrosen oder Lenzrosen, wie sie genannt werden, sind geschätzte Blütenpflanzen. Sie erfreuen mit ihren Blüten je nach Art und Sorte vom Spätherbst bis in das zeitige Frühjahr. Durch Verwendung verschiedener Arten kann man die Blütenperiode strecken. Helleborus niger `Praecox` wagt sich mit ihren Blüten schon Ende November aus der Deckung. Die reine Art selbst lässt sich oft bis zum Februar Zeit. Die robusten und auffallend gefärbten Orientalis-Hybriden blühen bis in den April hinein.

Klassisch versteht man unter der Christrose aber wohl noch immer die Art Helleborus niger mit ihren strahlend weißen oder rötlich angehauchten Blütenblättern. Dem Klassiker unter den Christrosen machen zunehmend aparte Wildarten, oder robuste Hybriden Konkurrenz, die mit weißen, rosafarbenen oder purpurnen Blüten gefallen.

An guten Standorten langlebig
Christrosen sind Kinder der südlichen und teilweise nördlichen Kalkalpen. Auch im Apennin und in Jugoslawien und im westlichen Asien findet man über 20 Wildarten in freier Natur. Sie sind giftig. Lenzrosen lieben einen kalkhaltigen lockeren Humusboden in Gehölznähe. Er darf ruhig auch steindurchsetzt sein. Dort können sie ungestört viele Jahre wachsen und gedeihen. Es sind Exemplare bekannt, die schon mehrere Jahrzehnte am selben Standort prächtig gedeihen. Auf Wurzelverletzungen reagieren sie allgemein empfindlich. Werden ältere Exemplare geteilt, sollte man die Wurzeln nicht zurückschneiden, da sie sonst leicht von Fäulnispilzen befallen werden können. Auch eine Vermehrung durch Aussaat ist möglich. Sie sollte direkt nach der Samenernte erfolgen. Helleborus gelten, auch wenn sie zur Blüte reichlich Feuchtigkeit lieben, als nässeempfindlich. Sommertrockenheit wird auch im schattigen Bereich gut vertragen. Stehen sie in Gehölznähe, sorgt der sommerliche Durst der Sträucher von selbst für einen trockeneren Standort.

Wenn der Standort nicht stimmt
Passt der Standort nicht und steht sie zu feucht oder ist der pH-Wert des Bodens zu niedrig, werden sie häufig von der einem Pilz befallen, der sich in Form schwarzer Blattflecken zeigt. Allzu gut gemeintes Wässern oder Düngen kann das Problem noch verschärfen. Kümmern die Pflanzen vor sich hin, sollte man über eine Standortverbesserung oder ein Umpflanzen nachdenken. Gelegentliche Kalkgaben in Form von kohlensaurem Kalk oder etwas Kalksplitt können manchmal auch helfen. Auch zerkleinerte Eierschalen lassen sich hierfür gut verwenden.

Passende Nachbarn
Grazile Farne, schattenliebende Gräser oder bunte Frühlingsblüher wie Schneeheide, Gedenkemein, Krokusse, Blausterne, Traubenhyazinthe oder Leberblümchen sind passende Nachbarn. Generell lieben leibt die Christrose eher etwas zurückhaltende Stauden, die sie nicht bedrängen.

Im August gepflanzt, können Lenzrosen bis zum Herbst noch gut einwurzeln. Viele Helleborus Arten sind langsam wachsend. Manchmal lassen sie sich bis zur ersten Blüte einige Jahre Zeit.