Apfel- und Birnensorten auf der Spur

„Coburger Weinlese“ – 20 Jahre Obstlehrgarten
4. Oktober 2026
Gruppenbild hinter dem Tisch mit Apfelsorten

Apfel- und Birnensorten auf der Spur

Ging 2025 noch als ein außergewöhnlich gutes Erntejahr in die Annalen des Obstbaus im Coburger Land ein, sieht dies 2026 bei Äpfeln und Birnen deutlich bescheidener aus. Auch die Haltbarkeit der Früchte hat aufgrund der langen Hitze- und Trockenperiode zum Leid der Obstfreunde sichtlich gelitten.

Dennoch gelang es Thomas Neder, Geschäftsführer des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. anlässlich der Sortenausstellung in Gemünda etwa 70 Apfel- und 30 Birnensorten zusammenzustellen. Dabei waren nicht nur Klassiker, sondern auch Exoten wie die Birnensorten Schweizer Hose oder Aarer Pfundbirne. Bei den Äpfeln ging es quer durch das Namensalphabet, angefangen von der wohlschmeckenden Ananasrenette bis hin zur Sorte Zäpfer.

2. Vorsitzender, Reiner Brückner und Thomas Neder begrüßten zur Eröffnung im Namen des 1. Vorsitzenden, Landrat Sebastian Straubel zahlreiche passionierte Obstfreunde aus dem Coburger Land. Ihr Dank galt dem OGV Gemünda für die gute organisatorische Unterstützung.

Sherlock Holmes in Sachen Sortenbestimmung spielte in Vertretung von Wolfgang Subal, der Sortenexperte Frank Schelhorn aus Hildburghausen. Viele in den Hausgärten mit ihrem Namen unbekannten Sorten konnten hierbei durch seine ausgereifte Sortenexpertise getauft werden. Häufig dabei war z.B. die Sorte Rheinischer Winterrambur, eine robuste und wohlschmeckende Lagersorte, die sich auch gut für Höhenlagen eignet. War die Sorte nicht gleich auf Anhieb zu bestimmen, half in vielen Fällen ein fachmännisches Drehen und Wenden, das akribische Begutachten des Kerngehäuses und seiner Kerne, eine Geruchsprobe der Schale oder eine sorgfältige Kostprobe des Fruchtfleisches.

Als Ergänzung des fachlichen Aspektes der Veranstaltung bot der OGV Gemünda Kürbisschnitzen, Herbstbasteln für Kinder und eine Pflanzentauschbörse an.