obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte April 2018

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    ||01|| Knackige Radies schon jetzt säen
Knackige Radies schon jetzt säen

Knackige Radies schon jetzt säen

Knackige Radies schon jetzt säen

Knackige Radies schon jetzt säen

Knackige Radies schon jetzt säen

Knackige Radies schon jetzt säen

Knackige Radies schon jetzt säen
 

Radieschen gehören zu den Sprintern unter den Gemüsearten. Im Gewächshaus, kalten Kasten oder unter Vlies kann Radies bei passender Witterung schon ausgesät werden. Auch in Balkonkästen oder Schalen lässt sich das würzige Gemüse prima ziehen. Durch wie wenigen Tage zwischen Aussaat und Ernte ist diese einfache Gemüsekultur auch bestens für Kinder geeignet.

Radieschen liefern die ersten Ernten neuer Aussaaten im Gemüsegarten. Die Keimtemperatur liegt bei gerade mal 3 Grad. Mit Hilfe einer Vliesauflage kann man die Startbedingungen der knackigen Gemüseart verbessern und die Kulturdauer noch beschleunigen.

Radieschen sind relativ anspruchslos, was den Boden betrifft. Ideal sind lockere, mittelschwere und humose Böden. Auf das Einarbeiten von Stallmist sollte man allerdings verzichten, da dies die gefürchteten Rettichfliegen anzieht. Die Folge können dann unbrauchbare, von Madengängen durchzogene Radieschen sein. Während die ersten Sätze noch verschont bleiben, sollte man bei späteren Ansaaten (ab der Blüte der Rosskastanie ) ein Gemüseschutznetz auflegen. Dies kann bei sorgfältiger Behandlung mehrere Jahre lang und auch für andere Gemüsekulturen verwendet werden.

Wer sorgfältig und nicht zu dicht sät, kann sich das spätere Ausdünnen weitgehend ersparen. Ein akzeptabler Abstand liegt bei ca. 4-5 cm. In der Reihe sollte ein Abstand von ca. 12 cm eingehalten werden. Radies, die zu dicht gesät werden, liefern unbefriedigende Ergebnisse.

Wichtig in Sachen Kulturführung ist zudem eine gleichmäßige Wasserversorgung. Stehen Radies zu trocken, werden sie schnell pelzig und scharf. Verdichtete Böden und eine zu hohe Feuchtigkeit können zur gefürchteten Rettichschwärze (einer Pilzkrankheit) führen. Schwarzgraue Verfärbungen weisen auf die Krankheit hin. Sie befällt leider auch Radieschen. Ist die Krankheit bereits schon einmal aufgetreten, ist ein Wechsel der Anbauflächen dringend angeraten. Das Einarbeiten von Kalkstickstoff (mindestens 3 Wochen vor der Aussaat) kann das Problem reduzieren. Gegen Befall durch Erdflöhe hilft neben einem konsequenten Flächenwechsel (die Käfer überwintern im Boden) ein sofortiges Abdecken mit Vlies oder neuen engmaschigen Spezialnetzen.

In Sachen Sortenvielfalt, Farben und Formen hat sich viel getan. Während bis ins 18. Jahrhundert braune und auch schwarze Radieschen weit verbreitet waren, ist die momentane Sortenpalette im wahrsten Sinne des Wortes "kunterbunt".

Empfehlenswerte Sorten für den frühen Anbau sind z. B. `Topsi`, oder `Celesta F1`. Ein Radies der Extraklasse ist zudem `Rondeel`. Weiß ist die runde Sorte `Pearl`, rot-weiß die längliche Zuchtform `Criador`.

Wem es bis zur Ernte nicht schnell genug geht, kann inzwischen auch auf vorgezogene Pflanzen der Sorte `Eiszapfen` zurückgreifen. Der gut sortierte Fachhandel bietet diese rettichähnliche weiße Sorte in speziellen fingergutförmigen kleinen Spezialtöpfen an.

Bezugsquelle der aufgelisteten Sorten: www.garten-wn.de