obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte März 2017

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    ||02|| Salat Marke "Eigenbau"










 

(TN) Der erste Salat ist immer der Beste -  vor allem wenn aus dem eigenen Garten kommt. „Eigenbau“- wie es landläufig so schön heißt. Auch wenn man kein Gemüsegärtner werden kann oder will – und sei es nur um der Kinder willen, ein Satz Frühlingssalat geht immer. Gewächshaus, Frühbeet, Freiland oder „Balkonien“.  Auch im kleinsten Garten findet sich ein Plätzchen für das erste knackige Frühlingsgrün. Die erfreuliche Sortenvielfalt und vorgezogene Jungpflanzen in Erdpresstöpfen, pflanzfertig vorbereitet, machen die Kultur noch einfacher und kürzer. Schon nach 5-6 Wochen kann bei den Klassikern geerntet werden.

Mit hauchdünnem Vlies kann man sie auf einfache und effektive Weise  vor noch drohenden Kälteeinbrüchen schützen. So kann man auch bereits Mitte/Ende März geschützt im Freiland den ersten Anbauversuch wagen.

Klassiker ist der bekannte Kopfsalat. Fester und sehr knackiger im Kopf ist der Eissalat. Die Kulturdauer ist hier ca. 2 Wochen  länger als beim Kopfsalat. In der Mitte der beiden Salatarten sind die sog. Batavia Salate angesiedelt. Es gibt sie in zahlreichen Formen und Farben. Pflücksalate ermöglichen eine fortlaufende Ernte über einen langen Zeitraum. Sie werden auch als Kraussalate bezeichnet. Bei den sog. Salatherzen handelt es sich um kleine Romanasalate. Sie bilden nur einen sehr kleinen Kopf. Sie schmecken besonders knackig. Moderne Salanova Salate zeichnen sich durch straußartige Blattrosetten aus. Ein Schnitt an der richtigen Stelle angesetzt und der ganze  Salatkopf fällt portionsgerecht auseinander.
Auch wenn die Salatkultur sehr einfach ist, sollten einige Punkte beachtet werden:

Um Salatfäulen vorzubeugen, sollte die Anbauflächen jährlich gewechselt werden, da die pilzlichen Schaderreger mehrere Jahre lang im Boden überdauern können. Werden Pflanzen mit Erdballen gesetzt, sollten diese ca. 1/3 aus der Erde herausschauen. Ausgetrocknete Pressballen taucht man vor der Pflanzung gründlich ins Wasser bis keine Blasen mehr aufsteigen. Das etwas höhere Pflanzen fördert zum einen die Luftzirkulation unter den Blättern, zum anderen die Kopfbildung. Den Pflanzabstand wählt man lieber etwas weiter als zu eng. Mit 30 x 30 cm gibt man den Pflanzen genügend Raum zur freien Entfaltung. Gegossen wird eher weniger, dafür durchdringend. Hilfreich gegen Salatfäulen kann auch die Kultur auf einem dünnen Mulchvlies sein. Humose Böden liefern in der Regel genügend Stickstoff nach, so dass in den Restnährstoffen meist ausreichend versorgten Hausgartenböden für den ersten Satz Salat nicht nachgedüngt werden muss.

Aufgrund der immensen Sortenvielfalt gibt es Züchtungen, die sich gut für den Anbau im Gewächshaus oder eher für die Freilandkultur eignen. Seriöse Anbieter statten ihre Sorten mit entsprechenden Hinweisen aus.

Wichtig für den Sommeranbau ist bei den Kopfsalattypen die Schossfestigkeit. Alternativ ist die Verwendung von Schnittsalat möglich. Diese Salate  werden ohne aufwendige Voranzucht einfach ins Beet gesät. Nach ca. 3-4 Wochen steht bereits die erste Ernte an. Die Ernte kann dann im Idealfall mehrmals wiederholt werden.
Will man den Salat ohne „Fleischbeilage“ genießen, sind  läuseresistente Sorten von Vorteil, auch wenn diese manchmal etwas härter schmecken. Rot gefärbte Sorten werden in der Regel weniger von Blattläusen befallen. Eine Abdeckung mit einem luftigen Gemüseschutznetz kann vor allem bei Nachfolgesätzen den Zuflug reduzieren. Da auch Schnecken das erste zarte Grün sehr zu schätzen wissen, sollte am besten schon einige Tage vor der Pflanzung mit der Schneckenbekämpfung begonnen werden. Ein probates Mittel ist das Aufstellen mehrerer aufklappbarer Köderboxen, in die man das Schneckenkorn gibt. So ausgebracht reichen bereits kleine Mengen des Mittels und das Schneckenkorn gelangt nicht in den Boden.