obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Mai 2017

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    ||03|| Begeistert von den „Gärten der Welt“









Einzigartig die famosen Gärten der Welt, wo z. B. der Italienische Renaissancegarten früheste gartenarchitektonische Beispiele Europas präsentierte.


Auch heiße Dachterrassen lassen sich mit Hilfe von Gräsern, Kakteen und Yuccas ansprechend gestalten.


Wie man mit Hilfe der grünen Blattfarbe subtropischer Pflanzen die Bebauung weitgehend ausgeblendet werden können, zeigt eine fiktiver, lichtarmer  Hinterhofgarten.


Klassische Gräser und Stauden von Karl Förster findet man in seinem Karl Förster Garten.


Eine dreitägige Reise führte passionierte Gartenfreunde aus Coburg und Umgebung zur IGA ins mondäne Berlin und in den Schlossgarten von Dresden-Pillnitz.


Der Schlossgarten, einst repräsentativer Schauplatz des königlichen Hoftheaters sächsischer Könige, fungiert heute als Dresdens schönste Erholungsoase.


Das historische Palmenhaus im Park präsentiert die Bau- und Gartenkultur der industriellen Revolution.







Blumenhallen mit einer verschwenderischen Pracht neuer Hortensiensorten und Orchideenarrangements, sowie Annuellen- und Staudenbeete mit leuchtenden Blumenzwiebeln fehlen auf der IGA in Berlin natürlich auch nicht.

 

(TN) Eine dreitägige Reise führte passionierte Gartenfreunde aus Coburg und Umgebung zur IGA ins mondäne Berlin und in den historischen Schlossgarten von Dresden-Pillnitz am Fuße der bekannten sächsischen Weinberge. Die Fachfahrt wurde veranstaltet vom Kreisverband Coburg für Gartenbau und Landespflege e. V. und dem GV Gleußen. Die Reiseleitung und Organisation lag bei Ulrike Schorn. Untergebracht waren die Reisegäste in einem schicken Hotel im Herzen Berlins, von dem man am Abend den „Sommerbeat“ der Stadt rund um den Potsdamer Platz und an den einladenden Ufern der Spree genießen konnte.

Berlin war zum Zeitpunkt der Reise nicht nur die heißeste europäische Hauptstadt, sondern hatte auch „brandaktuelle“ gartenbauliche Highlights zu bieten. Viel hatten sich die Planer einfallen lassen auf dem 60 ha großen Kienbergpark in Marzahn-Hellersdorf und den jetzt 40 ha großen Gärten der Welt. Zum Glück gab es bei intensiv leuchtender Sommersonne auch weitläufige Schattenpartien des Parks, die den Besuch angenehm gestalteten. Beste Aussichten und Eindrücke der Anlage bekam man mit Hilfe der Seilbahn, die vom Eingang auf den 102 m hohen Kienberg führte. Gewaltig waren die Eindrücke, die man an einem Besuchstag bei weitem nicht alle ausreichend würdigen konnte. Man hätte mehrere Tage für eine intensive Inspektion mit nachfolgender Retrospektive gebraucht.  Auf dem Gelände der Gartenschau hatte jeder Teilnehmer aber schnell seine eigenen Lieblingsplätze gefunden. Einzigartig die famosen Gärten der Welt, wo z. B. der Italienische Renaissancegarten früheste gartenarchitektonische Beispiele Europas präsentierte. Auch Karl Förster, mit dem viele Gartenfreunde durch seine noch heute verbreiteten Staudensorten vielleicht schon im eigenen Garten unbewusst gute Erfahrung gemacht haben, erhielt als Anerkennung für sein Lebenswerk einen eigenen Karl-Förster Garten. Dort findet man zahlreiche bekannte Prachtstauden und Gräser.

Da Städte wachsen und Wohn- und Gartenraum zunehmend knapp werden, widmen sich z. B. 10 Themengärten solchen Motiven in zeitgemäßer Gestaltung. Praktische Beispiele und Gestaltungsimpulse für Gartensituationen zu Hause konnte man im „City Trop“ mitnehmen. Dort wurde eindrucksvoll demonstriert, dass man auch heiße Dachterrassen mit Hilfe von Gräsern, Kakteen und Yuccas ansprechend gestalten kann. Ganz anders hingegen das fiktive Beispiel eines lichtarmen Hinterhofgartens, in dem mit der grünen Blattfarbe subtropischer Pflanzen die Bebauung weitgehend ausgeblendet werden kann.

Blumenhallen mit einer verschwenderischen Pracht neuer Hortensiensorten und Orchideenarrangements, sowie Annuellen- und Staudenbeete mit leuchtenden Blumenzwiebeln fehlen auf der IGA in Berlin natürlich auch nicht.

Der zweite Teil der Reise führte nach Dresden-Pillnitz. Dort war das einstige Lustschloss und die spätere Sommerresidenz des sächsischen Königshauses Schauplatz zahlreicher Festlichkeiten. Der dazugehörige Garten, einst repräsentativer Schauplatz des königlichen Hoftheaters  fungiert heute als Dresdens schönste Erholungsoase. Gärtnerisch einzigartig ist dort z. B. die betagte Kamelie.  Sie bringt es auf eine Höhe von stattlichen 8,6 m  und einer Breite von unglaublichen 11 m. Sie soll bereits 1801 durch Hofgärtner Terscheck ausgepflanzt worden sein. Im Winter darf sie den Luxus einer eigens für sie errichteten fahrbaren Glaskonstruktion genießen. Das historische Palmenhaus, das in seiner historischen Architektur an das weltberühmte `Temperate House` des englischen Kew Garden erinnert, präsentiert die Bau- und Gartenkultur des industriellen Revolution und lädt so eindrucksvoll zu einer Zeitreise in längst vergangen Zeiten ein.

Auf der Rückreise fand Geschäftsführer Thomas Neder lobenswerte Worte für Ulrike Schorn. Von ihr wurde nicht nur die Reise organisiert.  Als langjährige 1. Vorsitzende des GV Gleußen setzte sie nachhaltig grüne Impulse in Gleußen und war ein stets zuverlässiger Partner des Kreisverbandes und eine Stütze der Gartenkultur im Landkreis Coburg. Für dieses große Engagement dankte Neder im Namen des Verbandes und des 1. Vorsitzenden, Landrat Michael Busch.