obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Juni 2017

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    ||05|| Duftender Sternjasmin




 

(TN )Neben bunten Blütenfarben machen vor allem auch betörende Duftnoten den  besonderen Wert von Sommerannuellen und Kübelpflanzen aus. Eine besonders intensiv duftende Pflanze ist der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides).

Sein lieblicher Jasminduft ist eine Bereicherung für jede Terrasse, Loggia oder Balkon, die man gerne im Vorbeigehen oder beim geruhsamen Verweilen in vollen Zügen genießen kann. Seine etwa 3 cm breiten, weißen Blüten sind fünfteilig und sitzen propellerförmig angeordnet um eine gelbe Mitte. Die betörend riechenden Blütenbüschel erscheinen, so man die Pflanze hell und forstfrei überwintert und die Pflanze nach den Eisheiligen ausräumt, etwa ab Anfang Juni bis in den Juli hinein. Ideale Standorte sind sonnige bis halbschattige Plätze. Nach dem Ausräumen sollte man den Sternjasmin aber erst wieder langsam an die Sonne gewöhnen um Blattschäden durch intensive Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Vor der prallen Mittagssonne geschützt hält das  Blütenspektakel etwas länger an. Der Sternjasmin ist neben dem Balkon oder der Terrasse auch eine sehr gute Pflanze für kalte und temperierte Wintergärten. Dort kann er dank seiner Robustheit bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad gut überwintert werden. Trachelospermum jasminoides ist immergrün und verträgt im milden Weinbaugebieten ausgepflanzt kurzzeitig auch Temperaturen von – 10 Grad. In Norditalien wird er gerne als ganzjähriger immergrüner Sichtschutz oder als immergrüne Aufwertung in gemischten Hecken verwendet – ähnlich unserem bekannten Liguster.

Am besten gibt man der Duftpflanze die Möglichkeit langsam aber sicher in die Höhe zu klettern. Dank ihres eher mäßigen Wachstums ist ein Schnitt kaum oder nur selten notwendig. Die Triebe leitet man am besten kontinuierlich hoch und bindet diese ohne sie anzuschneiden in den Wuchskörper mit ein. Allenfalls beim Einräumen zu groß gewordener Pflanzen kann man dezent die Schere ansetzen. Im Winterquartier fährt man in der kalten Jahreszeit die Wassergaben deutlich zurück und verhindert somit Staunässe und die Gefahr von Wurzelfäulen.

Gute Kletterpartner sind z. B. violette blühende Bougainvilleas oder purpurfarbene Rhodochitons, deren auffallende Blütenfarben durch das Weiß des Sternjasmins dann noch mehr zur Geltung kommen. Gedüngt wird am einfachsten mit einem umhüllten Langzeitdünger, den man beim Ausräumen in das Substrat einarbeitet und abdeckt. Er gibt bei ausreichender Feuchte die Nährstoffe nur sehr langsam und schonend ab. Alternativ kann man auch in der Wachstumszeit alle 10 bis 14 Tage mit einem gängigen Flüssigdünger nachdüngen. Dass eine gute Kübelpflanzenerde lohnt, wenn man viele Jahre Freude an der Pflanze haben möchte, versteht sich von selbst. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen.