obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Januar 2016

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    ||01|| „Imbiss“ für heimische Vögel




Bei der  heimischen Amsel  stehen Beeren tragende Sträucher im Winter hoch im Kurs. Gerne nascht sie von Früchten des Feuerdorns, des Liebesperlenstrauches  und zahlreichen anderen Früchten heimischer Sträucher.






Alle paar Jahre zieht auch der hübsche Seidenschwanz im Winter durch das Coburger Land. Wildhecken mit dem Wasserschneeball, dem Liguster und dem Hartriegel üben auf ihn eine große Anziehungskraft aus.



Dem Eichhörnchen schmecken nicht nur Nüsse. Auch die Früchte des Efeus, der öfter mal an Hauswänden emporklettern darf, haben es dem imposanten Baumkletterer angetan.




Die orangen Früchte des Sanddorns stehen als Leckerbissen bei der  Wacholderdrossel weit oben auf der Hitliste.

 

(TN) Wer in den letzten Jahren eine breite Palette Beeren tragender  Sträucher in den Garten gepflanzt hat, kann sich vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn Frost und Schnee das Nahrungsangebot für Vögel verknappen, über zahl- und artenreichen Besuch freuen. Wurde dieser Aspekt bei der Gartenplanung vergessen, kann man ihn im zeitigen Frühjahr, oder auch noch im Winter, wenn der Boden nicht durchgefroren ist nachholen.

Beerentragende Gehölze im Hausgarten sind nicht nur willkommene Nahrungs- und Energiequellen für viele heimische Vögel wie Wacholderdrossel und Amseln. Auch sporadische  Durchzügler wie z. .B. der hübsch gefärbte Seidenschwanz naschen gerne vom Wasserschneeball, dem Liguster oder dem Zierapfel.

Aber nicht nur im Winter, sondern auch im Herbst freuen sich viele Zugvögel über den gedeckten Tisch. Hier sind es vor allem die kleinfruchtigen Arten, die gerne von Haus- und Gartenrotschwanz, Grasmücken oder Meisen genascht werden.
Selbst das Eichhörnchen nascht gerne von Früchten. Ihnen haben es nicht nur die Nüsse von Walnuss und Haselnuss angetan auch Früchte des Efeus stehen auf dem Speiseplan. So erfüllt ein rankender und fruchtender Efeu an der Hauswand nicht nur eine Schutzfunktion, sondern wird auch gerne zum „Auftanken“ knapp werdender Energiereserven genutzt.

Auch für den Gartenfreund stellen fruchttragende Sträucher eine wertvolle optische Aufwertung und Bereicherung im winterlichen Garten dar, denn in keiner Zeit ist das Auge detailverliebter als in der kalten Jahreszeit und dankbar für jeden Farbkleks oder für jedes lebendige Strukturelement im Garten.

Gute Vogelnährgehölze für größere Gärten und Naturhecken sind z. B. Wasserschneeball (Viburnum opulus), Weißdorn (Crataegus sp.), Hagebutten tragende Rosenarten, wie z.B. Kartoffelrose (Rosa rugosa), Hundsrose  (Rosa canina), Hechtrose (Rosa glauca), Heckenkirschen (Lonicera xylosteum) oder die verschiedenen Arten des Hartriegels (Cornus sp.). Auch Ligusterbeeren (Ligustrum vulgare), zu Beginn des Winters meist verschmäht, werden von Amseln und Drosseln zum Ende der kalten Jahreszeit gerne angenommen, wenn andere Beeren knapp werden. Besonders die großen dekorativen Früchte des Apfeldorns (Crataegus lavallei `Carrierei`), der sich hervorragend auch als kleiner  und robuster Hausbaum eignet, werden gerne genascht. Ebereschen, Mehlbeeren (Sorbus sp.), Feuerdorn (Pyracantha sp.) und der Sauerdorn (Berberis sp.) gehören ebenfalls dazu.

Unter den Kleinsträuchern besitzen z. B. die blau bereiften Früchte der Mahonien (Mahonia sp.), die rot leuchtenden Früchte der kleinen Cotoneaster Arten (Cotoneaster sp.) und die Schneeberen (Symphoricarpos sp.) ebenfalls eine große Anziehungskraft.