obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte August 2016

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    ||03|| Dankbarer Mangold










 

(Tn)Mangold spielt bei uns in den Gärten im Gegensatz zu südlichen Ländern wie Italien eine relativ bescheidene Rolle. Die Kultur gelingt jedoch leicht, liefert fortlaufende Ernten und auch optisch haben die Blätter, wenn man auf die Sortenwahl achtet, einiges zu bieten.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Stiel- und Blattmangold. Während Blattmangold dem Spinat sehr ähnelt, besitzt der Stielmangold deutlich ausgeprägte Blattrippen. Er wird auch mit etwa 60 cm ein Stück höher. Besonders Sorten mit roten oder gelben Blattrippen sind sehr dekorativ und lassen sich auch in größeren Balkonkästen oder in sog. „mixed borders“ hervorragend mit verwenden.
Mangold ist mit Spinat und der Roten Rübe eng verwandt. Man sollte daher darauf achten, die Anbauflächen alljährlich zu wechseln. Ansonsten stellt Mangold rel. wenige Ansprüche an den Boden. Verdichtete Böden eignen sich für den Anbau aber nicht! Das robuste Gemüse hat es gerne etwas feuchter. Steht Mangold zu trocken, leidet vor allem bei Stielmangold die Weichheit der Rippen. Im Gegensatz zu Spinat kann das Blattgemüse auch während des Sommers angebaut werden. Problematisch kann eine zu kalte Jungpflanzenanzucht werden. Ist das Gemüse längere Zeit Temperaturen unter 5 Grad ausgesetzt, kann es zu „Schossern“ kommen.

In der Regel wird Mangold ab Ende April bis Ende Juni ausgesät. Der Reihenabstand beträgt bei Blattmangold ca. 25 -30 cm, bei Stielmangold 35 – 40 cm. Die Ernte setzt bei Blattmangold nach etwa 8  Wochen, bei Stielmangold nach etwa 10 Wochen ein. Um eine fortlaufende Ernte zu ermöglichen, wird Stielmangold von außen nach innen abgeerntet, so dass junge Trieb innen nachwachsen können. Auch Blattmangold kann mehrmals beerntet werden. Entweder man erntet bei bereits größeren Pflanzen ebenfalls von außen nach innen, oder man schneidet die Blätter bei einer umfassenden Ernte im noch jüngeren Stadium über dem Herz – also nicht zu tief – ab. Gute Blattsorten sind z. B. `Lukullus` oder `White Silver`. Bei den bunten Sorten fallen Züchtungen wie die rote `Vulkan` oder die orange-gelbe `Bright Lights` auf. 
Möchte man nur einmal ernten ist es denkbar, nach der Ernte Ende Juli nochmals Chinakohl anzubauen. Alternativ kann man mit einem Satz Eissalat beginnen, und dann Anfang Juni Mangold anbauen.