obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte März 2015

zurück
 
    ||03|| Zauberhafte Narzissen















 

(TN) So wie ein Garten ohne Tulpen nach Karl Förster kein richtiger Garten ist, so wäre er auch ohne Narzissen mit Sicherheit ein ganzes Stück ärmer. Besonders die Wochen um Ostern sind eng mit dem leuchtenden Zwiebelgewächs verbunden.

Im Gegensatz zu Tulpen kommen Narzissen mit einem tiefgründigen, etwas feuchten und humosen Boden klar.  Anders als andere Blumenzwiebeln bilden Narzissen auch mehr Laub, das dem Boden mehr Wasser entzieht und rel. spät abstirbt. Es sollte am besten bis zum Einziehen an der Zwiebel bleiben. Wird es schon kurz nach der Blüte abgeschnitten, fehlt den Zwiebeln die Energie für die Blüte im nächsten Jahr. Stehen Osterglocken im Rasen, am besten bei den ersten Grasschnitten einen Bogen um die Pflanzen machen.
Osterglocken benötigen keine so ausgedehnte Ruhezeit wie Tulpen um im nächsten Jahr erneut zu blühen. Auch von Wühlmäusen werden sie weitgehend verschont. Worauf man allerdings achten sollte ist, dass Narzissen bereits sehr früh im Herbst mit der Wurzelbildung einsetzen. Eine späte Pflanzung kann daher zu Misserfolgen führen. Vorsicht beim Einpflanzen ist besonders dann geboten, wenn die Zwiebeln bereits Wurzeln gebildet haben.

Narzissen, die jahrelang immer am gleichen Standort stehen oder mit ungünstigen Bodenverhältnissen auskommen müssen, lassen in ihrer Blütenkraft schnell nach. Um hochgezüchtete Sorten Jahr für Jahr zum Blühen zu bringen, kann man sie  im Abstand von 3-4 Jahren umsetzen. Die Zwiebeln können gerodet werden, wenn die Blätter gelb geworden sind. Nach dem Herausnehmen lässt man sie abtrocknen, reinigt sie und lagert die Zwiebel luftig und kühl. Im September kann man sie dann an einem neuen Standort wieder einsetzen. Alternativ zum Verpflanzen kann  man es mit einem Mehrnährstoffdünger versuchen, den man am besten kurz vor oder während der Blüte verabreicht. Zu spät sollte man allerdings nicht düngen. Dies verzögert ein Ausreifen der Zwiebel. Eine andere Möglichkeit besteht darin, etwas organischen Dünger direkt beim Pflanzen zuzugeben und diesen jeden Herbst zu wiederholen. Frischer Stalldung eignet sich allerdings nicht zur Düngung.

Narzissen werden aktuell in 12 verschiedene Klassen eingeteilt. Bei Trompetennarzissen z. B. trägt jeder Schaft jeweils nur eine Blüte. Einen reichen Blütenflor bilden die sog. Doppelnasen, die aus jeder „Nase“ einen Blütenschaft schieben. Bei den Trompetennarzissen gibt es neben den klassisch gelben auch zitronengelbe oder schwefelgelbe Sorten. Jonquillen und ihre Zuchtformen duften sehr intensiv, blühen spät und besitzen mehr als nur eine Blüte am Stiel. Weiterhin sind z. B. Alpenveilchen Narzissen, Dichternarzissen, oder Triandrus Narzissen in üppiger Vielfalt im  Handel.

Kleine Narzissenarten eignen sich sehr gut für Steingärten. Dort können sie auch ohne großen Pflegeaufwand, so der Standort passt, auch mit Wildstauden langjährige Blütengruppen bilden.
Wer Wert auf zarten Narzissenduft legt, kann es z.B. mit der Tazettensorte `Silver Chimes`, mit der Dichternarzisse `Actaea` oder mit der Triandrus Narzisse `Thalia ` versuchen.