obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Mai 2015

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    ||02|| Stauden teilen – gesunde und  vitale Pflanzen erhalten






 

(TN) Die Teilung von Beetstauden dient einerseits der gezielten Vermehrung, andererseits dem Erhalt der Vitalität und Pflanzengesundheit. Letzteres ist vor allem auf den Prachtstaudenbeeten im Turnus einiger Jahre wichtig. Das Teilen wird wichtig,  wenn die Pflanzen sich gegenseitig bedrängen, blühfaul oder krankheitsanfällig werden. Auch bei Umgestaltungsmaßnahmen wird man bei Wiederverwendung eingewachsener Stauden gleich mitteilen. Große ungeteilte Staudenstücke wachsen in der Regel nur schlecht an. Kleine vitale Teilstücke eignen sich hierzu wesentlich besser.

Aufgepflanzt werden die in ca. faustgroße Stücke geteilten Pflanzen entweder an einem neuen Standort oder, falls nicht anders möglich, auch am gleichen Ort. Hierzu sollte aber der Boden am besten mit frischer Erde oder Kompost verbessert werden. Nach dem Aufpflanzen werden die neuen Stauden kräftig angegossen, damit sich event. Hohlräume schließen und für einen schnellen Wurzelschluss gesorgt wird. In den ersten Wochen behält man die Pflanzen bis zum Anwachsen im Auge und versorgt sie, so nötig, regelmäßig mit Wasser. Beim Pflanzen sollten die Stauden wieder so tief in die Erde kommen, wie sie vorher gestanden waren.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilung ist allerdings, dass die Wuchsform der Staude diesen Pflegeeingriff überhaupt erlaubt. Bei Pflanzen mit ausgeprägtem Mitteltrieb und Pfahlwurzeln ist dies schlecht möglich. Hierzu gehören  z. B. Kugeldistel, Lupinen, Türkischer Mohn oder Stockmalven.  Auch Pfingstrosen lässt man eher  in Ruhe. Sie werden am passenden Standort im Laufe der Jahre immer schöner. Sie kann man Jahrzehnte lang unverpflanzt am gleichen Standort belassen.

Die passende Zeit für die Staudenteilung ist der  Herbst und jetzt das Frühjahr, wenn die Triebe noch relativ klein sind und die Pflanzen mit dem Trieb beginnen. Vor allem bei Gräser und frostempfindlichen Stauden ist das Frühjahr der bessere Zeitpunkt. Sehr zeitig sollte man bei Rittersporn mit dem Teilen beginnen. Die Stängel sollten hier noch nicht zu groß  und noch nicht hohl sein. Jedes Teilstück sollte hier einen kleinen Neutrieb besitzen. Die dekorativen Funkien treiben relativ spät aus. Hier kann  man sich Zeit lassen.

Stauden zu teilen ist relativ leicht und eine dankbare Gartenarbeit. Als Werkzeug reichen ein scharfer Spaten oder ein ausrangiertes größeres Küchenmesser.

Nach dem zweiten bis vierten Gartenjahr teilt man z. B. Alpenaster, Mädchenauge und Margerite. Nach dem fünften bis sechsten Gartenjahr wird es bei z. B. bei Goldgarben, Rauh- und Glattblattastern, Feinstrahl, Sonnenbraut und Rittersporn Zeit.  Acht bis zehn Jahre warten kann man z.B. beim Eisenhut, Christrosen oder Phlox.

Fotos: Thomas Neder