obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Mai 2015

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    ||06|| Heilende Wässer – Einladende Gartenparadiese – Antike Städte

Tropische Pflanzen  wie z. B. die in voller Blüte stehende Caesalpinia pulcherrima  konnte man im tropischen Garten der Orchideenfirma „Ocean Orchids“ bestaunen.



Über 250 Arten und Sorten züchtet die Orchideenfirma – das „know how“ stammt, wie könnte es anders sein, von Gärtnern aus Holland.



Weiße Phalenopsis sind nach wie vor ein Klassiker. Mittlerweile wurden sie zu imposanten „Waterfall Orchids“ weitergezüchtet.



Ein fachkundiger Rundgang durch die gepflegten Schaugewächshäsuer vermittelte den Gartenfreunden neben der Kultur von Phalenopsis Arten und Sorten, auch Wissenswertes  über den Anbau von Kakao, Vanille, Pfeffer, Papaya und Co.


Die weiche Hügellandschaft um Jeruzalem kann mit den Weingegenden der Toskana durchaus mithalten. Pyramidenpappeln ersetzen die in Italien typischen Mittelmeerzypressen.



Ihre Gartenpforten öffnete Familie Sichart im Herzen des Almenlandes. Auf 1000 m Seehöhe verwandelte Sissi Sichart, Obfrau des Vereins Gartenlust einen steilen, steinigen Abhang in ein einladendes, terrassiertes Gartenparadies, den Sie als  „Hängenden Garten der Sulamith“ taufte.



Meisterwerke historischer Baukunst erwarteten die Besucher rund um das alte Rathaus (Foto) in Ptuj.



Kostbare Ratschläge für ein langes Lebens konnten die Reiseteilnehmer im Klostergarten von Olimje finden
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Welche Schätze sich in klösterlichen Gemäuern befinden, eröffnete ein Gang durch die beeindruckende Bibliothek des Stifts Rein. Was sich hinter dem Ausdruck „ein Buch aufschlagen“ befindet, erklärte P. August Janisch.



Ein Rundgang durch die Grazer Altstadt präsentierte einen beeindruckenden Mix der unterschiedlichsten Baustile. Beindruckende Fassaden im Gusto der Altgothik, der Renaissance und des Jugendstils beeindruckten die Coburger Gäste.


 

(TN) In der Regel herrscht bei passionierten Gartenfreunden nach den Eisheiligen Ausnahmestimmung. Paprika, Tomaten und Co müssen nun eiligst in die fruchtbare Erde und auch die restlichen Jungpflanzen wollen noch schnell von kundiger Gärtnerhand versorgt werden. Die Sonderzug Fahrt des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e. V. in die Steiermark wollten sich dennoch 132 Gartenbegeisterte nicht entgehen lassen. Sie wurden von Geschäftsführer Thomas Neder im Namen von 1. Vorsitzenden, Landrat Michael Busch herzlich begrüßt.  Für die Fahrt hatte der Kreisverband ein erlesenes Programm zusammengestellt. Die Organisation lag in den Händen von Karl Heinz Friedrich, der Geschäftsstelle des Kreisverbandes, dem Reisebüro Garda und Aleksander Steiner.

Bestens untergebracht war die Reisegruppe im Hotel Radin in Radenci (dem slowenischen Teil der Steiermark) einem historischen Kurort, dessen heilende Mineralwässer einst nur dem Vatikan und dem Wiener Kaiserhof vorenthalten waren. Der weitläufigen Anlagen war es zu verdanken, dass man zusammen unter einem Dach residieren, dinieren und in den heilenden Wässern der hoteleigenen Pools vor dem Frühstück oder nach den Ausflügen schwimmen konnte.

Weit war der Frühling  im einladenden Slowenien bereits fortgeschritten. Die ersten Kirschen lockten mit roten Backen und die üppigen Pfingstrosen standen in den gepflegten Hausgarten schon in leuchtenden Farben. Kehrt bei uns in so manchen Gärten im wahrsten Sinne des Wortes wieder die „Steinzeit“ ein, war man von den klassisch bewirtschafteten Nutzgärten in der südlichen Steiermark begeistert „ Wir sind sehr positiv überrascht von den gepflegten Hausgärten hier in Slowenien - Gemüsegärten wie im Bilderbuch“, so das Credo von Werner und Sonja Weiß aus Sonnefeld.
Tropische Pflanzen in Hülle und Fülle konnte man im tropischen Garten der Orchideenfirma „Ocean Orchids“ bestaunen.  Ein fachkundiger Rundgang durch die gepflegten Schaugewächshäuser vermittelte den Gartenfreunden neben der Kultur von Phalenopsis Arten und Sorten, auch Wissenswertes  über den Anbau von Kakao, Vanille, Pfeffer, Papaya und Co.

Von der pannonischen Ebene führte der Weg durch die sattgrünen Weinberge rund um Jeruzalem, ins „Pannonia superior“, wie die Römer schon im 1. Jahrhundert diese Gegend nannten. Dank des besonderen Flairs trägt der Landstrich nicht umsonst den Titel „Slowenische Toskana“.  
Feine Weine der Südsteiermark, darunter den Weißwein Sipon oder den Cuvèewein  Jeruzalem servierte das Weingut Brenholc, von dessen Weinbergen das Auge einen herrlichen Panoramablick nach Istrien, Österreich, Ungarn und Kroatien hatte.

Auch eine Entdeckungsreise zu den schönsten Gärten der Ost Steiermark durfte natürlich nicht fehlen. Ihre Gartenpforten öffnete Familie Sichart im Herzen des Almenlandes. Auf 1000 m Seehöhe verwandelte Sissi Sichart, Obfrau des Vereins Gartenlust einen steilen steinigen Abhang in ein einladendes terrassiertes Gartenparadies, den sie als  „Hängenden Garten der Sulamith“ taufte. Viele gestalterische und gärtnerische Anregungen konnte man sich im 6000 m2 großen Landhausgarten der Familie Zettl holen. Staudenrabatten mit alten und englischen Rosensorten, Schattenbereiche mit Rhododendren und ein 300m2 großer Badeteich beeindruckten die Besucher.  „Die passenden Stauden am richtigen Standort, dicht gepflanzt und farblich gut abgestimmt ist eines unserer Erfolgsgeheimnisse. Hierdurch wird der Unkrautaufwuchs minimiert und die Verdunstung eingeschränkt“, so die stolze Besitzerin.

Die immense Vielfalt klösterlicher Naturmedizin offenbarte der gepflegte Kräutergarten und die alte Apotheke des Minoritenordens in Olimje. Die Empfehlung des Paters Asic, einem Mitglied des Ordens, für ein langes Leben lautet wie folgt: „Damit wir die Radieschen nicht zu früh von unten betrachten werden, trinken wir einen Teeaufguss aus einer Mischung von Brennessel, Löwenzahn, Schafgarbe und Spitzwegerich. Die Brennessel ist blutstärkend und hämoglobinbildend, der Löwenzahn reguliert den Stoffwechsel, die Schafgarbe wirkt vorzüglich auf den Magen und andere Organe und der Spitzwegerich verbessert die Durchblutung“.

Wie zäh und langlebig eine Weinrebe manchmal ist, konnten die Coburger Gartenfreunde in Maribor bestaunen. Eine Rebenmethusalem der Sorte `Blauer Kölner` ziert dort noch heute die Südfassade eines historischen Hauses im Bereich der alten Stadtmauer. Sie gilt mit als älteste dokumentierte Rebe weltweit. Der edle Tropfen, den man aus der Rebe gewinnt,  als ist Gastgeschenk der Stadt nur den angesehensten Persönlichkeiten vorbehalten. Unter den Empfängern befinden sich z. B. Benedikt XVI und Bill Clinton.

Eine dank ihrer 30.000 Studenten quirlige Stadt mit italienischen Flair ist Graz. Ein Rundgang durch die Altstadt präsentierte einen beeindruckenden Mix der unterschiedlichsten Baustile. Beindruckende Fassaden im Gusto der Altgothik, der Renaissance und des Jugendstils beeindruckten neben dem Dom, der Grazer Burg und dem Mausoleum Kaiser Friedrichs III am meisten.
Bleibende Eindrücke hinterließ die mitreisende Führung von P. Mag. August Janisch durch das Cistercienserstift Rein. Bereits im Jahr 1129 begründet, ist es das älteste Cistercienserkloster weltweit. Interessant sind die historischen Beziehungen zum oberfränkischen Ebrach, von wo Markgraf Leopold Mönche mit der Bitte, sein Land mit Hilfe ihres profunden breiten Wissens weiterzuentwickeln, nach Rein holte. Welche Schätze sich in klösterlichen Gemäuern befinden, offenbarte ein Gang durch die beeindruckende Bibliothek des Stifts Rein. Mit Blick auf die beeindruckende Zahl dicker, teils auf Pergament geschriebener uralter Bücher kommt dem Betrachter schnell der Vergleich mit einer Art „Internets des Mittelalters“ in den Sinn. „Unsere Bücher mögen zwar alt sein, aber wer des Lateinischen mächtig ist, kann die Werke noch heute, viele Jahrhunderte nachdem sie verfasst wurden, lesen. Wenn wir heute etwas mit dem Computer schreiben, weiß doch kein Mensch, ob wir die Dokumente in einigen Jahrzehnten überhaupt noch lesen können, “ meinte Janisch etwas nachdenklich.

Die Busbetreuung lag in den Händen von Karl-Heiz Friedrich, Adalbert Unbehaun und Wolfgang Zarske. Die medizinische Betreuung der Reise übernahm Dr. Gudrun Löffler.

Fotos: Thomas Neder