obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Mai 2015

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    ||04|| Leckere Minikiwis – Kleine Beeren mit großartigem Geschmack






 

(TN) Minikiwis sind eine wunderbare und schmackhafte Ergänzung für den Hausgarten.

Im Gegensatz zu ihren großfruchtigen Verwandten können sie mit „Haut und Haar“ verzehrt werden. Sie sind die letzte Obstart, die bei uns im Garten reift. Minikiwis verlängern die Erntesaison bis Anfang November.

Die Pflanzen sind sehr frosthart. In ihrer asiatischen Heimat kommen sie ohne Probleme mit Temperaturen bis unter – 2o C klar. Probleme bereiten ihnen in unseren Breiten die leider immer öfter auftretenden Spätfröste. Hierdurch kann es zu deutlichen Schäden an den jungen Trieben und an den Blüten kommen.

Wer jetzt neue Pflanzen setzen möchte, kann diese, so sie schon angetrieben sind, bis nach den Eisheiligen auch im frostgeschützten Gewächshaus etc. kultivieren. Alterativ bietet ein bereit gelegtes Vlies einen effektiven Frostschutz. Pflanzen, die aus dem Gewächshaus kommen, sollten vorher langsam abgehärtet werden, sonst gibt es schnell „Verbrennungsschäden“ an den Blättern.

Minikiwis  sind bis auf wenige Ausnahmen in der Regel getrennt geschlechtlich, d. h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Beim Anbau sollte man pro ca. 6 weibliche Pflanzen eine männliche Pflanze als Befruchter rechnen. Die unterschiedlichen  Geschlechter lassen sich am besten während der Blütezeit unterscheiden. Männliche Pflanzen besitzen einen dichten Kranz an schwarzen Staubgefäßen. Diese sind bei den weiblichen Pflanzen zugunsten der cremeweißen Narben verkümmert.

Kleinfruchtige Kiwis benötigen eine Rankhilfe. Sie können z. B. wie Sommerhimbeeren am klassischen Drahtspalier, am Zaun oder an einer Pergola kultiviert werden. Der Pflanzabstand beträgt ca. 3 - 4 m.

Wird die wohlschmeckende Obstart am Spalier gezogen, wird der junge Trieb ca. 4 Augen über dem ersten Draht zurückgeschnitten. Hierdurch wir die Bildung von Seitentrieben angeregt. Zwei Jungtriebe werden dann jeweils nach links und nach rechts als erste horizontale Arme waagerecht gebunden. Zur Garnierung des nächsten Drahtes geht man analog vor. Insgesamt können je nach Spalierhöhe 4-6 waagerechte Spalierdrähte mit den Seitenarmen den jungen Kiwipflanzen belegt werden. Bodennahe Triebe werden am besten bis auf ca. 60 cm entfernt. Senkrechte Triebe, die auf den waagerecht gebundenen Gerüstästen entstehen, werden 1-2 mal im Laufe des Sommers zurück geschnitten. Die Blüten bilden sich aus den „knubbelartigen“ Verdickungen.

Was den Standort betrifft, sollte man folgende Punkte beachten:
Kiwis lieben einen halbschattigen Standort und einen nahrhaften ausreichend feuchten Boden. Werden sie an der Hauswand gepflanzt, sollte der Abstand mindestens 50 cm betragen. Das Pflanzloch ist ca. 50 x 50 cm groß und etwa 1-2 spatenstich tief. Minikiwis wurzeln flach. Eine Abdeckung des Pflanzloches mit organischen Materialien ist daher vorteilhaft.  Spätfrostgefährdete Lagen sollte man vermeiden.
Aktuelle Sorten sind z.B. : `Weiki`, `Isai`, `Maki`, `Jumbo`, `Kens Red`, `Purpurna`, `Geneva.

Fotos: Thomas Neder