obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Mai 2015

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    ||05|| Erdpresstöpfe wie die Profis selbst herstellen











 

(TN) Gärtner sind erfindungsreich. Auch im Hobbybereich werden Neuerungen gerne angenommen. Zu den hilfreichen „Erfindungen“ für die Jungpflanzenanzucht gehören Topfpressen. Sie sind seit einigen Jahren im Fachhandel erhältlich.

Alternativ zu Topfplatten aus Kunststoff und Presstöpfen aus Torf kann man mit Hilfe dieser speziellen Topfpressen Erdwürfel zur Jungpflanzenanzucht leicht selbst herstellen.

Neben einer stabilen Variante aus Metall für Erdwürfel im Format 38x38x50 mm gibt es nun auch ein Modell für Presstöpfe in der Größe 80x80x80 mm. Die kleinere Variante eignet sich z.B. sehr gut für die Anzucht von Salaten, Kohlrabi, Fenchel. Mit ihr können 5 Töpfe auf einmal hergestellt werden. Mit der größeren Ausführung stellt man nur einen Erdwürfel her.  Er ist ideal für die Anzucht von Paprika, Auberginen, Tomaten oder Gurken. Alternativ können natürlich auch andere annuellen Kletterpflanzen etc. darin angezogen werden.

Als Substrat verwendet man handelsübliche Aussaat- oder Anzuchterde. Vor dem Pressvorgang empfiehlt es sich, die Erde einige Stunden zu befeuchten und gut durchziehen zu lassen. Nimmt man die Erde in die Hand, sollte sie beim Pressen Wassertropfen freigeben. Zum Befüllen der Erdpresse wird der Rahmen in das Gefäß mit der Erde gedrückt, so dass sich die Form gut mit Erde füllt. Die Presse muss prall gefüllt sein. Hierzu kann man auch mit den Fingern etwas nachhelfen. Ist die Handpresse aufgefüllt, wird sie in Anzuchtschalen oder andere bereitgestellte Behälter gestellt und am Anstoßbügel vorsichtig nach unten gedrückt. Der Rahmen wird gleichzeitig nach oben gezogen. Der Vorgang wird solange wiederholt, bis genügend Erdpresstöpfe vorhanden sind.

In jeden Erdtopf legt man je nach Kultur in der Regel ein Samenkorn. Die etwas filigrane Arbeit wird durch einen angefeuchteten Pikierstab merklich erleichtert. Liegt der Samen in der vorgestanzten Vertiefung, kommt einfach noch etwas Substrat vom Rand zur Abdeckung auf das Korn. Die deutlich größeren Saatpillen erleichtern den Vorgang wesentlich. Mit einer feinen Brause oder einem Sprüher wird die Aussaat anschließend noch vorsichtig angefeuchtet. Gut etikettiert, kann man später die unterschiedlichen Kulturen leicht auseinander halten.

Die Jungpflanzen durchwurzeln den Ballen schnell und werden, wenn sie die erwünschte Größe erreicht haben, in der Tiefe des Ballens in die Erde gesetzt.

Die eigene Herstellung von Erdpresstöpfen hat eine Reihe von Vorteilen: Die Aussaat erfolgt direkt in die vorgestanzte Vertiefung des hergestellten Topfes. Ein Pikieren ist hierdurch überflüssig und man spart eine Menge Zeit. Die Pflanzen werden in ihrer Entwicklung nicht gestört und durchwurzeln den luftigen Erdtopf leicht und schnell. Beim Einpflanzung geht das Wachstum nahtlos weiter. Das Entfernen von Töpfen oder das  Herauslösen aus einer Topflatte mit der Gefahr des Auseinanderbrechens wird vermieden.

Bezugsquelle: www.gartenwn.gostorego.com

Fotos: Thomas Neder