obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Juni 2015

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    ||06|| Kübel- und Balkonpflanzen bequem düngen


Gute Langzeitdünger  sind eine bequeme Lösung Kübelpflanzen und Balkonkästen mit Nährstoffen zu versorgen. Die Nährstoffe werden über mehrere Monate  nur sehr langsam abgegeben. Salzschäden und die Auswaschung von Nährstoffen werden vermieden.

 

(TN) Mit der Düngung der Kübel- und Balkonpflanzen ist das immer so eine Sache.  Schnell vergisst man im Alltag das Nachdüngen, wenn der natürliche Bodenvorrat des Substrates nach einigen Wochen Kulturdauer merklich weniger wird, die Sommerblumen aber zugleich  einen deutlich größeren „Appetit“ entwickeln.

Gegen eine turnusgemäße Flüssigdüngung im Abstand von ca. 1 Woche spricht im Prinzip nichts. Die Kübel- und Balkonpflanzen entwickeln sich gut, solange  man daran denkt und auch die Dosierung im Auge behält.

Auch die Verwendung eines mineralischen, oder mineralisch- organischen Volldüngers, der in kleineren, wohl  dosierten „Häppchen“ serviert werden, kann gut funktionieren. Problematisch wird es dann allerdings, wenn man vor allem bei konzentrierten Mineraldüngern zu viel des Guten verabreicht. Schell steigt dann die Salzkonzentration im Substrat an. Die Konzentration der Salze erhöht sich bei trockenen Wurzelball noch zusätzlich und schnell werden Salzschäden an den Pflanzen deutlich. Die Blätter zeigen Welke Symptome und Verbräunungen. Mit etwas Glück kann man durch ein gründliches „Auswaschen“ in Form einer üppigen Wassergabe noch etwas retten. Oft ist es dann aber schon zu spät.

Eine praxisnahe und  arbeitssparende Lösung ist die Verwendung eines Langzeitdüngers, der seine Nährstoffe über einen Zeitraum von mehreren Monaten kontinuierlich und sehr langsam abgibt.  Auf eine wöchentliche Nachdüngung kann man hierdurch eigentlich verzichten. Die Gefahr von Salzschäden wird umgangen. Je nach Hersteller wird der Dünger mit einer Harzhülle ummantelt und gibt dann die darin enthaltenen Nährstoffe in Abhängigkeit von Temperatur und Feuchtigkeit wohl dosiert an die Pflanzen ab. Durch diese Maßnahme wird zudem einer Nitratanreicherung und Auswaschung effektiv vorgebeugt. Gute Langzeitdünger besitzen neben den Stickstoff, Phosphat und Kali auch Spurenelemente. Der Preis ist höher als bei konventionellen Düngern. Die Anschaffung lohnt sich aber.

Am einfachsten mischt man den Langzeitdünger beim Bepflanzen der Gefäße mit in das Substrat. Je nach Zusammensetzung des Handelsproduktes (z. B. Osmocote  oder Floracote)  und Nährstoffansprüchen kann man als grobe Orientierung mit ca. 3g Dünger pro l Substrat rechnen. Hat man das Zumischen beim Bepflanzen vergessen, kann man es jetzt noch z.B. mit einem 4 Monatstyp nachholen. Ein lockeres Einarbeiten in das Substrat optimiert die Wirkungsweise. Ist der Dünger verbraucht, wird die Harzhülle von Mikroorganismen abgebaut.