obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte Juli 2015

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    ||01|| Edle Fuchsie









Das aktuelle Sortiment der Fuchsien ist verführerische. Es kann echte Sammelleidenschaft entfachen. Die Sortenpalette  reicht von einfachen Röhrenblüten bis zu üppig gefüllten mehrfarbigen Varianten mit umgeklappten Blütenblättern.




Fuchsia Winterhart:
Alternativ zu den nicht winterharten Fuchsien gibt es auch winterharte Arten. Ein geschützter Standort ist für die Kultur dieser robusten Fuchsien nat. von Vorteil. Zu  den ausdauernden Arten gehört z. B.  Fuchsia magellanica.


 

(TN)Viele Balkonpflanzen laufen nur im  Rampenlicht der warmen Sommersonne zur Hochform auf. Zum Glück gibt es auch  Arten, die sich mit weniger Sonne zufrieden geben und dabei nicht minder schön wirken. Durch ihrer Toleranz ermöglichen sie es, auch sonnenabgewandte Plätze auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten geschmackvoll zu gestalten.
Zu den Sommerblumen, die der prallen Sommersonne lieber aus dem Weg gehen gehören z. B. die Vanilleblume, Begonien, Männertreu oder das Fleißige Lieschen. Auch Fuchsien zählen dazu. Sonnenverwöhnte Geranien und etwas sonnenscheue Fuchsien in einem Kasten – das geht selten gut.

Der ideale Standort für Fuchsien ist hell mit indirektem Licht. Die milde Morgensonne ist kein Problem, nur direkte, pralle Sonne während des ganzen Tages wird nicht gut vertragen.  Fuchsien kommen mit einem halbschattigen Standort gut klar. Im tiefen Schatten lässt die Blütenfreude allerdings nach.

Dank ihrer filigran gestalteten Blüten sind die aus Zentral- und Mittelamerika stammenden Pflanzen echte „eye-catcher“ und können auch solitär, sprich alleine stehend, hervorragend wirken. Die Sortenpalette ist mittlerweile riesig. Sie reicht von einfachen Röhrenblüten bis zu üppig gefüllten mehrfarbigen Varianten mit umgeklappten Blütenblättern.

Grundsätzlich gibt es Sorten mit eher aufrechten Wuchs und Zuchtformen, die eher hängend wachsen. Erstere eignen sich prima für Hochstämmchen, zweitere eher für Balkonkästen oder für Hängekörbe, wie man sie zunehmend in den Gärten verwendet.
Die Kultur richtet sich im Prinzip nach dem Pflegemodus der anderen Sommerblumen. Eine gute Erde mit Langzeitdünger versetzt und ausreichend feucht (nicht nass) gehalten, legt bis zum Herbst die Basis für eine lange Blütensaison.

Wer die Möglichkeit hat, kann die Pflanzen auch überwintern. Am besten eignet sich dazu ein heller Raum mit 8 bis 10  Grad. Mit etwas Glück blühen die Pflanzen  dann sogar noch eine ganze Weile weiter.
 Alternativ zu den nicht winterharten Fuchsien gibt es auch winterharte Arten. Ein geschützter Standort ist für die Kultur dieser robusten Fuchsien nat. von Vorteil. Zu  den ausdauernden Arten gehört z. B.  Fuchsia magellanica. Die Magellan Fuchsie wird, so sie nicht zurück gefriert, bis zu  2 m hoch. Man kann sie gut mit filigranen Gräsern wie z. B.  den grazilen Rasenschmielen kombinieren.

Wer gerne selbst vermehrt ist bei den Fuchsien am richtigen Platz. Sie lassen sich leicht durch krautige Kopf- oder Teilstecklinge zu neuen Pflanzen heranziehen. Am besten eignen sich  hierfür nicht blühende Triebe. Ein Steckling besteht aus einem Triebstück mit ca. 3 Blattpaaren. Der Trieb wird unterhalb eines Blattknotens mit einer scharfen Schere oder einem Messer abgeschnitten und z. B. in einer üblichen Vermehrungsschale zum Bewurzeln gebracht.  Will man aus der jungen Fuchsienpflanze einen schön verzweigten Busch ziehen, ist es wichtig, die Bildung von Seitenrieben anzuregen. Hierzu wird nach dem erfolgten Bewurzeln und der Bildung von neuen Blättern zunächst die Spitze ausgeknipst. Nach einigen Wochen wird dann von jedem Seitentrieb nochmals das oberste Blattpaar entfernt. Dies kann man bei Bedarf an den neuen Seitentrieben nochmals wiederholen.