obst-und gartenbauverein 
Kreisverband Coburg
für Gartenbau und Landespflege e. V.
  

Presseberichte April 2015

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    ||05 || Edle Strauchpfingstrosen








Strauchpfingstrosen zählen zum Edelsten, was man im bunten Reich der Stauden findet. Am passenden Standort erfreuen alljährlich mit einer opulenten Blüte.
 

(TN) Pfingstrosen zählen zu den Kulturpflanzen  mit einer ganz langen Geschichte. Als Blütenelemente des klassischen Bauerngartens sind sie nicht wegzudenken. Einmal eingewachsen und am Standort etabliert, können sie viele Jahrzehnte weiter wachsen und blühen. Sie zählen zu den langlebigsten Blütenstauden überhaupt, die auch ungeteilt alle Jahre mit einer opulenten Blüte  danken, wenn ihr das Umfeld zusagt.

Eine Steigerung zum Blütenspektakel der Edelpfingstrosen sind die mannshoch werdenden Strauchpfingstrosen (Paeonia suffruticosa). Ihre Heimat liegt im Fernen Osten, wo sie auch in höher gelegenen Bergwäldern vorkommen. Von dort kamen sie relativ spät zu uns. Bedingt durch ihre Heimat in der nördlichen Halbkugel kommen sie daher mit unseren Wintern gut klar. Idealerweise stehen sie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden darf ruhig etwas durchlässiger sein. Mit schweren und kalten Böden kommt sie nicht gut klar. Lehmige Böden sollte daher auf jeden Fall eine Drainage aus Kies oder Sand erhalten.

Ihre imposanten Blüten erscheinen je nach Sorte von Ende April bis Ende Mai. Manche Züchtungen  bringen es auf stolze 20-25 cm Blütendurchmesser. Nachdem die Pflanzen veredelt werden und oft als 2-3 jährige Ware angeboten werden, ist der Preis relativ hoch. Staudengärtnereien bieten Strauchpfingstrosen ab dem Austrieb meist als Topfware an. Manche Firmen verschicken die Pflanzen auch im Herbst als wurzelnackte Ware.

Schneeweiß blüht z. B. die halbgefüllte sehr schön proportionierte Sorte Renkaku. Sie wird bis ca. 150 cm hoch. Schwärzlich purpurrot leuchtet die späte Sorte Kouka-Mon. Die äußeren Blütenblätter sind hier stark gewellt und haben einen hellen Rand. Wenn die Pflanze etwas niedriger bleiben soll, wäre event. die Sorte Shima Nikishi eine gute Wahl. Sie wird nur 120 cm hoch und fällt mit ihrer weiß rot gestreiften Blüte  auf (Bezugsquelle z. B. www.graefin-von-zeppelin.de)

Färben sich die Knospen braun und öffnen sich nicht, kann dies an einem Befall mit Botrytis, einer Pilzkrankheit, liegen. Befallene Knospen schneidet man am besten ab und entsorgt diese. Das gleiche gilt auch für Stängel, die durch dunkle Befallsstellen auffallen. Diese Symptome treten z. B. bei einer Infektion mit der Phytophtera Fäule auf.

Nährstoffe erhalten die Strauchpfingstrosen zeitig zum Austrieb und auch nach der Blüte, damit sie auch im nächsten Jahr durch ein üppiges Blütenspektakel begeistern.

 


Fotos: Thomas Neder